Blog ueber Yoga im Alltag

Na ihr macht mir ja Spass

20. Februar 2010

Jetzt wo ich endlich einen hübschen Blog hab, meldet Ihr Euch hier immer öfters als Leser an. Also kommt bitte rüber auf http://sufranke.wordpress.com aka Denkste-Blog. Dort gehts auch um Yoga-Philosophie im Alltag und was sonst so los ist in meinen Gedanken.

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Dankeschön und viel Spass anyway.

bald mehr und anders

28. Dezember 2009

hier

loslassen: das Los loslassen oder los lass es

23. Dezember 2009

Das ist so eine Sache mit den Worten, manchmal verstehe ich erst was ein deutsches Wort bedeutet, wenn ich es öfters wiederhole. Zum Beispiel in der Japa Meditation, dann erschliesst sich mir die Energie, also die Botschaft eines Wortes.
Anders ist es mit dem Wort: Loslassen. Das konnte ich bisher noch nicht 100% verstehen. Die Leute strapazieren es recht häufig jeder versteht was anderes darunter.

Ist damit das Los gemeint, welches man in einem Moment bekommt (manchmal auch ne Niete) oder meint es: schnell schnell, los, jetzt. Oder auch lose lassen. Die Zügel beispielsweise, dabei lässt man sie nicht einfach fallen, sondern nur lockerer. Oder auch etwas zulassen, weil es einfach so ist, wie es ist. Lasse ich es los, wenn ich es zu-lasse? In der Yoga-Tiefenentspannung meint Loslassen Gedankliches und gleichzeitig Muskelspannung aufgeben. Das ist neben dem Wegwerfen mein liebstes Loslassen.

Die wahre Bedeutung hängt wohl am Moment auf den sich das Loslassen bezieht.

Nun zu meinem heutigen Anliegen des Loslassens.

Ich habe letzte Woche meine ganze Yogaschule losgelassen. In ca. 500 Yogastunden hab ich das Wort mindestens einmal benutzt und dabei schlich sich Routine und somit das Gegenteil ein. Nicht dass meine lieben Schüler (die gleichzeitig Lehrer sind) es auch so empfunden hätten, denn die Leute, die regelmässig in Yogastunden gehen wechseln nach bestimmten Zeitintervallen. Nein, aber ich selbst kann die Wortfolgen einer Stunde nicht mehr sagen. Es ist genug und Zeit, sie loszulassen.

Ich möchte selbst intensiver praktizieren.

So entschloss ich mich, für die Gruppe und den wunderschönen Raum eine Nachfolgerin zu suchen. Offensichtlich beherrschen andere Yogalehrer das Loslassen besser und wollten sich nicht an eine neue regelmässige Stunde binden. Bis ich Rebecca fand, die sagte sinngemäss: ‘los, lass es mich machen’ natürlich sehr viel freundlicher ;) Die Leute aus meinen Stunden erhalten weiterhin Yogastunden, was mich sehr freut und ist mein kleines Dankeschön an Eure Treue.
Und so stülpte ich gestern meine kleine Kiste, die mir 5 Jahre als mobiler Altar diente um. Direkt in den Müll.

Es war ganz einfach.
ps: Warum das Unterrichten eine Gefahr für den eigenen Yoga-Weg ist. Man wird auf eine Art Thron befördert (oder tut das selber). Genau dort oben kann man nur schwer im Yogasinn denken und handeln. Das Ego wird gestärkt statt entwaffnet und die spirituelle Inspiration ist oft eine Illusion. Das Ego ist ein Instrument des Überlebens aber ganz sicher nicht hilfreich, das Bewusstsein zu erweitern. Versteht mich nicht falsch. Es ist wunderbar, wenn die Schüler einen lieben für das Yoga das man ihnen vermittelt, aber das sollte nicht an einer Person (in dem Fall an mir) hängen. Yoga gehört allen und ich hab es nicht erfunden. Also wirds Zeit.

pps: Nach ein paar Wochen Pause gibts im neuen Blog selbstverständlich wieder Yoga-Philosophie direkt aus dem Alltag.

Serien und die Freude am Alltäglichen

12. November 2009

Schon längere Zeit beschäftigt mich die Frage: Warum stehen soviele Menschen auf TV-Serien. Jetzt wo ich ein paar Tage das Bett und damit gelegentlich die Fernbedienung hüte, meine ich, eine Idee davon zu haben.

Zusammenfassend kann ich sagen, in den üblichen TV Serien gehts immer ums Gleiche, das wahre Leben, den Alltag, Banalitäten und Intrigen. Umso mehr brennt mir die Frage, warum sieht man sich das an? Das hat man doch täglich live.

Meine versprochene Idee also ist:

Menschen lieben es, Alltägliches zu erleben, ein wenig Voyorismus und Intrigen, die so ungeheuerlich sind, dass man sie sich kaum vorstellen kann. Nun geschehen eben diese aber auf dem Bildschirm. Wo 1. das Hirn auf Alphawellen schaltet (also eine Entspannungsähnliche Situation, in der man nicht logisch denken muss/kann) und 2. man muss nicht handeln, sogar die (übliche) Urteilskraft (ich meine nicht Viveka, denn die steigt beim Yoga-praktizieren) geht bekanntlich in den besagten Hirnwellen verloren. Somit kann man diese Dinge als Unbeteiligter einfach geschehen lassen. Man muss keine Partei ergreifen und auch nicht handeln. Bequem vom Sofa aus fühlt man sich so als Teil des Lebens, nur eben viel gemütlicher.

Manchmal kann es eben auch ganz erholsam sein, nichts tu tun, ausser zuzusehen.

Das ist es auch, was ich in der Yoga-Praxis tue, ich lehne mich innerlich von all den gedanklichen Verstrickungen und Ablenkungen zurück und lasse meine eigene Gedankenwelt vorüberziehen. In Meditation nennt man das “Beobachten” ohne sich zu identifizieren.

Ok Fernsehen wird deshalb nicht Yoga ersetzen, aber zumindest hilft mir die Überlegung ein wenig, Mitgefühl für die vielen Serien-Kucker zu entwickeln. Ich arbeite also mal wieder an der Toleranz ;) und schalte die Glotze aus, denn ich ertrag das nicht. Tschuldigung.

Machst Du Yoga oder fährst Du im Kreisverkehr?

4. Oktober 2009

Oje, da stellte mir kürzlich wieder jemand die Frage, die meine eigene Yogapraxis gehörig auf den Prüfstand stellt, weil ich ja nicht belehrend sein will.
Was für Yoga machst Du?

Ich selbst stelle diese Seufz-Frage übrigens nicht. Es kann ja jeder praktizieren was er will. Yoga heisst (verbinden, etwas anjochen - den Geist/Intellekt) drum verbinden manche Menschen anfangs vielleicht einfach ihren Intellekt mit dem Körper. Auch das ist eine Übung wert. Nun gibt es unzählige Yoga-Richtungen und ich hab noch immer nicht verstanden, warum eine Yogaschule beispielsweise Asthanga-Yoga heisst, aber deren Schüler nicht mal erfahren wer Patanjali war. (Patanjali beschrieb die 8 Stufen (Ashtanga) des Raja Yoga, dies ist der Königsweg des Geistes und gipfelt in wahrer Meditation und danach Samadhi.. kommt später)

Oft erzählen mir Yogaübende, dass sie in der Stunde Entspannung finden oder Beweglichkeit. Wieso brauchts dafür eigentlich solch klangvolle Sanskritnamen?

Das muss ich jetzt also doch mal loswerden: Entspannung ist auf jeden Fall nicht Yoga.
Und Hatha-Yoga ist auch nicht nur für den Westen und gestählte Körper gemacht.

Ich versuche hier in Worte zu fassen, was man ohnehin nur praktisch erfahren kann. Aber ich finde, es braucht eben doch ein wenig Futter für den Geist, um zu verstehen, auf was man sich einlässt, bzw. wohin man überhaupt will.
Besagter Meister Patanjali schrieb vor etwa 500 v.Christi (so genau weiss man das nicht):

Yoga chitta vritti Nirodha.

Yoga ist das Zur Ruhe bringen des Geistes,
dann ruht der Sehende in seinem wahren Selbst.

So ist das edle Ziel des Yoga weder Entspannung, noch eine Verknotung der Gliedmassen und auch nicht Fliegenlernen. Zumindest nicht unter herkömmlichen Verständnis. Yoga lehrt eine Sicht aufs Leben, auf das Menschsein und man kann/möchte/soll auf dem Weg, sein wahres Wesen erkennen. Ziel ist es, genau darin zu verweilen (Samadhi) jenseits von gedanklichen Aktiviäten. Üblicherweise kann man das in Meditation erfahren. Die Körperübungen können eine Praxis, genau wie Reinigungsübungen, Rituale etc. auf dem Weg zu wahrer Meditation sein.

Welchen Weg man einschlägt ist meiner Ansicht nach egal, nur sollte man sich bewusst sein, wo die Reise hin soll, sonst fährt man unentwegt im Kreisverkehr und glaubt man tut eine grosse Reise.

Erwartung und ihre Schwester, die Enttäuschung

20. September 2009

Ich war zufrieden. Die Menschen die ich mag, sind happy und ich sehe sie in regelmässigen Abständen. Das mag ich, eine Art Balance zu haben, zwischen Zeit für mich selbst, meiner Familie, meine Aufgaben und Freunde.

Plötzlich, eine unerwartete Schelte. Ich melde mich zu selten, moniert einer meiner Freunde. Es stimmt, stelle ich fest und verbringe einige Stunden, mich zu fragen:

Was ist das Problem?
Warum diese kleine Ohrfeige?
Was mache ich falsch?

Ich bemerke, dass der kleine freundliche Hinweis, der selbstverständlich keine Ohrfeige sondern ein Liebesbeweis war, Unbehagen in mir auslöst. Aber nicht wegen der Bitte um mehr Aufmerksamkeit, sondern wegen dem erzeugten Druck. Da war sie wieder die grosse Erwartung und eine gewisse gewohnte trotzige Reaktion darauf in mir.

Erwartung erzeugt Druck permanent und mit einer unanständigen Hartnäckigkeit. Sie findet immer jemanden, der sie zu Hause beherbergt und schon gesellt sich ihre Schwester Enttäuschung dazu. Die beiden Geschwister nisten sich irgendwo ein und zwischen ihnen sitzt der Gastgeber.

Die Erwartung wartet, sie wartet immer, ihre fordernden Finger klopfend auf dem Tisch. Falls Ihr Wunsch erfüllt wird, hat sie flux einen neuen an den Hausherrn, der allmählich zum Diener wird. Meist richtet sich der Wunsch an jemanden anders, nicht an den Gastgeber selbst. Wenn der Gastgeber einmal zweifelt, dann tröstet ihn die Enttäuschung. ooh.
Vorher war da also eine Täuschung (wohl die Er-wartung) und diese ist jetzt enttarnt = ent-täuscht. In diesem Moment ist eine gute Gelegenheit, die beiden unangenehmen Geschwister loszuwerden. Die Täuschung ist weg und damit auch erstmal die Er-wartung, sie ist irgendwie abgehakt, wenn auch mit einem unangenehmen Nachklang beim Gastgeber und demjenigen, der die erwartete Leistung nicht erfüllt hat.

Ich finde, warten lohnt sich nicht, Geschenke kommen dann wenn sie von Herzen kommen. Wunschzettel hab ich schon als Kind nicht gemocht. Denn dann war Weihnachten keine Überraschung mehr sondern das Erfüllen einer Erwartung oder eben eine Enttäuschung.

In diesem Sinne, vergebt mir wenn ich mal ent-täuschend bin. Ich möchte damit nicht verletzen und hab immer wiedermal die beiden anstrengenden Geschwister im Haus und alle Hände voll zu tun, sie loszuwerden. Den Druck den sie bringen, mag ich übrigens auch nicht und bitte gibt ihm nicht nach, sollte ich ihnen mal wieder erlegen sein.

Hier und Jetzt, wie jetzt?

21. August 2009

Die folgenden Gedanken schenke ich Pixelfreund, der mich mit seiner Aktion Hier und Jetzt dazu inspiriert hat, ok ich bin ein paar Tage zuspät, aber was spielt das im Hier und Jetzt schon für eine Rolle? Bilder? hab ich keine, denn hier gehts ums “Innen”.
Wir denkenden Menschen haben ein riesen Problem, oder manchmal auch ganz viele kleine.
Sehr schön erfährt man das von traurigen Menschen, diese erzählen einem ein grosses oder viele kleine Probleme immer und immer wieder. Versteht mich nicht falsch. Das ist wichtig für die Verarbeitung zum Beispiel von traumatischen Erlebnissen.

Worum es mir geht ist:

Das Aussprechen repräsentiert unsere Gedankensstruktur. Diese zeigt sich ja nicht immer so offensichtlich wie gesprochen. Wird unser Geist (der Teil: Buddhi = Intellekt, Vernunft, Wille) nicht trainiert, dann bekommt Manas (ein anderer Teil des Geistes: einfaches Denken, Wahrnehmung, Gefühle) zusammen mit dem Ego (ein 3. Teil) die Oberhand und katapultieren uns aus dem Leben, indem sie uns gedanklich verstricken und vom Hier und Jetzt ablenken.

Das sieht dann z.b. so aus:

Manas (Wahrnehmung) sieht ein Problem, ein Hindernis oder vergangenes Gefühl.
Buddhi (Intellekt) denkt darüber nach und befindet: das Problem ist riesig, denn es könnte dies und jenes daraus entstehen
Ego (Ich-macher) bestärkt den Intellekt, ist eh meistens der Anführer unserer Gedanken und giest Öl ins Feuer. Zum Beispiel in dem “es” denkt: “der Mensch xy hat das mit Absicht gemacht” usw.

Diesen Prozess gibt es auch bei positiven Ereignissen, wird erfahrungsgemäss jedoch eher unterbrochen oder beendet von einem neuen Gedankenkonstrukt (zum Beispiel ein neues Ziel). Spannend daran, diese Gedanken finden meist in der Vergangenheit oder Zukunft statt. Sie lenken mich also vom eigentlichen Moment ab, in dem ich ja lebendig bin. Weder Vergangenheit noch Zukunft existieren wirklich. Sie sind Erinnerungen oder Vorstellungen, also nicht im Hier und Jetzt. Dort wo mein Leben stattfindet.

Hat nun der Mensch nicht gelernt, seine eigenen Gedanken zu beobachten oder überhaupt wahrzunehmen, dann verweilt er ständig in solchen Strömen, er wird wie von einem wilden Meer hin und her geschleudert. Scheinbar machtlos übergibt man sich dieser Gedankenwelt und das Ego sorgt mehr und mehr dafür, dass der Mensch glaubt, er SEI dies oder jenes (Gedachte) und verweilt in seinem (oft) Leid.

In Meditation erkenne ich dieses Spiel.

Lerne meine Gedanken zu “sehen” und loszulassen. Ich spüre bewusst das Hier und das Jetzt.
Den “Ort” meines tatsächlich stattfindenden Lebens und decke mit der Zeit das Spiel des Geistes auf.
Langsam gewöhne ich mir an, mein Denken zu beobachten und es ändert sich fast unmerklich, ich fokussiere
mich mehr auf das was ist (hier und jetzt) und werde toleranter allem gegenüber. Dieses Hier und Jetzt lohnt
sich also zu suchen, wie ich finde.
Ich lass jetzt also auch mal das Denken sein und geh wieder in den Garten, dort wo das Hier und Jetzt leicht zu finden sind ;)

Butter, Butter, Butter befreit den Geist, oder so

8. August 2009

Als Kind hatten meine Freundin und ich ein Spiel. Wir suchten alltägliche Wörter wie “Butter” und haben die dann so oft wiederholt, bis uns das Wort nicht mehr geläufig vertraut war, sondern ein lustige Bedeutung hatte. Irgendwie keine mehr. Das Resultat, wir lachten uns krumm über dieses merkwürdige Wort und fragten uns “wieso heisst das Ding ausgerechnet Butter”…wie lustig…. hahaha…und so weiter..
Kürzlich kam mir die Idee, dass dies mit einer Japa-Meditation vergleichbar ist. Japa nennt man die Wiederholung eines Mantras (Klangenergie in Sanskrit gesprochen, gedacht oder gesungen). Die Technik geht so: man wiederholt das Mantra immer und immer wieder, z.b. 108 mal. Hilfsmittel sind hier die Mala (Kette aus 108 Perlen z.b. aus Neem oder Bergkristall) Bis es seine Energie entfaltet (ein Mantra ist mit einer Art Stopfen verschlossen und die Energie enthüllt sich nur z.b. durch wiederholen) Findet das statt tritt Meditation ein, man wird eins mit dem ich nenn es mal Inhalt des Mantras und wie von Zauberhand landet man auch unversehens beim Selbst. Das geht ja eh nur, wenn meine Gedanken ruhig sind, also keinerlei Aktivitäten zeigen. Wenn ich also im Hier und Jetzt BIN. BIN ist für mich die richtige Beschreibung.

Aber ich versuche grad wieder etwas aufzuschreiben, was man nur erfahren kann.

Probiers doch mal aus, es funktioniert auch mit christlichen Gebeten oder Worten aus anderen Religionen. In anderen Regionen der Welt werden z.B. der Rosenkranz als Hilfsmittel benutzt, es geht darum, den Geist nicht aufs Zählen zu konzentrieren, sondern auf den Inhalt der Wiederholungen, draum schiebt man eine Perle nach der anderen zwischen (im Yoga Mittelfinger und Daumen) nach vorn.
Wie gesagt, als Kind funktionierte sogar Butter zum Glückseligsein ;)

mal wieder ein Abenteuer gefällig?

1. August 2009

Kürzlich fragte ich einen Freund nach seinen Abenteuern und er konnte mir keines, nicht ein einziges erzählen. Das lies mich ein paar Tage nicht mehr los und jetzt hab ich eine Idee dazu.

Wenn ich morgens aufstehe habe ich verschiedene Möglichkeiten, den Tag, den Moment und das was mich später erwartet zu bewerten (das ist eine Art tagging) . Ich kann alles planen, ein top Zeitmanagement haben und möglichst viele Überraschungen (vorallem unangenehme) vermeiden.

Kann ich das wirklich?
Ich glaube nicht.

Gehen wir mal von Ursache und Wirkung (Karma) aus. Dann würde das bedeuten, dass alles einen zusammenhängenden Sinn hat. Es geschieht nichts aus Zufall aber auch nichts aus direkt sichtbarem Grund. Die Zusammehänge erschliessen sich mir oft erst lange nach einem Ereignis. Bbesonders bei Negativen. Positive Überraschungen tun wir ja gerne mit “netten Zufällen” ab.

Negative hingegen, werfen uns aus der Bahn. Weil wir glauben, wir könnten sie vermeiden.
Können wir aber nicht. Sie geschehen einfach.

So liegt es also in meiner Hand, den Abenteuern des Alltags die Tür zu öffnen in dem ich sie als gegeben akzeptiere. Ihnen schon vorher die Tür zu öffnen, in dem ich gedanklich flexibel bin. Habe ich das einmal intellektuell verstanden, wird es nach einer Zeit auch im Unterbewusstsein verankert sein. Dann gebe ich unvorhersehbaren (also fast allen) Ereignissen Raum und erkenne sie. So wird eine kleine nette Geste eines Verkäufers oder ein anderer Arbeitsweg (weil eine Strasse gesperrt war) zu einem kleinen Abenteuer.

Dann hab ich auch welche zu berichten. Sie sind überall, wenn Du sie zulassen und erkennen magst.

Ganz nebenbei kommst du so zu etwas mehr Spannung (Haltung?) im eigenen Leben, musst diese nicht nur aus Stress und aus den Themen anderer Menschen (Boulevard) ziehen und hast einen Grund mehr Dich zu entspannen ;D  (ein bisschen Ironie am Rande..)

vierblättriges Glück

18. Juli 2009

Immer wenn ich auf einer Wiese laufe oder stehe,sehe ich zum Boden und finde meistens ein vierblättriges Kleeblatt. Für dieses Finder-Glück könnte es 3 Ursachen geben.

1. ich habe dieses Talent von meinem Urgrossvater über meine Mutter geerbt
2. ich habe meine Augen darauf trainiert, denn als Kind suchte ich stundenlang dieses Glück
3. Mein Blick istin dem Moment weit, losgelassen. Lasse keine Gelegenheit aus. Ich sehe die Wiese als Ganzes, konzentriere mich auf die 4 Blätter - und finde.

Mir persönlich gefällt, abgesehen von aller Romantik der 1. Möglichkeiten, die 3. Idee. So ist es doch auch im täglichen Leben. Verkrampfe ich mich, weil ich etwas unbedingt will, gelingt es nicht. Ignoriere ich mein Ziel, gehts auch nicht. Wenn ich aber den Blick schweifen lasse, die vollkommene Schönheit des tatsächlichen Augenblicks erkenne, darin ruhe, mich konzentriere aber nicht verbeisse, tritt das Glück herein. Weil ich dem Moment Raum gebe, die Gedanken zur Ruhe kommen. Ich suche nicht, aber es geschieht. Das kann ich in jeden Moment tun, lasse keine Glegenheit aus.
Wenn ich manchmal zu viel arbeite, wenig meditiere, der Sport und Yoga zu kurz kommen, mich in weltlichen Dingen verstricke, finde ich auch keine 4-Blättrigen. Dann muss ich mal wieder rebooten, das Grün im Dorf einatmen und da sind sie wieder.

Ich wünsch Dir Glück.



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